Kunstverein Jahnstrasse e.V.

Christian Schiebe – Die Poesie eines lose gewickelten Knotens

C.Schiebe

Christian Schiebe, o.T., Faserstift auf Papier, 270 x 210 mm, 2015

In der Unmittelbarkeit einer Zeichnung liegt ihr subtiler Reiz. Der Berliner Künstler Christian Schiebe dokumentiert und reflektiert in seiner zweiteiligen Serie „Zeichnungen zur Poesie eines lose gewickelten Knotens“ die flüchtigen Arrangements des Alltags. Für ihn steht das Zeichnen als produktiver Akt der Wahrnehmung dabei im Mittelpunkt : „Die Blätter repräsentieren meinen Zugang zur Welt. Das Spektakel ist für die Arbeit unwesentlich. Eher Rückseiten, ein Knopf oder ein offener Schuh, Flugzeuge, in der Ferne ein Turm und die Fragilität eines Gedankengangs.“

Christian Schiebe (*1985) lebt und arbeitet als bildender Künstler in Berlin. Er studierte Visuelle Kommunikation an den Kunsthochschulen Berlin-Weißensee und Kassel und war Meisterschüler bei Prof. Nanne Meyer. Aktuell arbeitet er u.a. als Lehrbeauftragter an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.

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Neue Neue Schule

19.03. – 22.04.2016

Vernissage Part I am 18.03.2016 um 19 Uhr, SCHAURAUM Kunstverein Jahnstrasse, Frankfurter Straße 267

Vernissage Part II am 01.04.2016 um 19 Uhr, Kunstverein Jahnstrasse, Jahnstraße 8a

newimageJan Gerngroß, Franziska Jyrch, Gert Pretorius, Nicolás Rupcich, Stella von Rohden, Christian Scholz

Mit der Ausstellung „Neue Neue Schule“ zeigt der Kunstverein Jahnstrasse Positionen junger zeitgenössischer Kunst, die sich mit spezifischen Fragestellungen, Gesten und Strategien der Malerei beschäftigen.

Welche Materialität finde ich vor und wie arbeite ich mit ihr? Was ist mein individueller künstlerischer Duktus? Wie lässt sich die Bildfläche organisieren und was macht das Bild als solches überhaupt aus? Welche Rolle spielt Farbe? Ausgehend von der These, dass solche Überlegungen nicht nur im Genre der Malerei relevant sind, sondern auch in anderen künstlerischen Medien, wie der Bildhauerei, der Fotografie, ja sogar in der Videokunst und in digitaler Bild- und Netzkunst, versammelt „Neue Neue Schule“ Künstlerinnen und Künstler, die zwar nicht klassisch malerisch arbeiten, in ihren Werken aber dennoch diese zentralen Fragen der Malerei verhandeln.


Bildschirmfoto 2016-01-27 um 23.31.09

Nathalie Koger – Eine Luke / Ein Loop

12310000_912191658861935_6439013034259632768_oNathalie Koger – Eine Luke / Ein Loop
03. – 18. Dezember 2015

„Im Grunde bewegen wir uns mit der Kamera, ständig mit dem Bild, bis wir die Relativität und unsere Wahrnehmung begreifen.“
Künstlerin Nathalie Koger beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit der Verbindung von Körper, Energie und Raum. Dabei entstehen konzeptuelle Videoarbeiten, Performances oder Installationen, in denen die Künstlerin bestehende Strukturen und Parameter aufzeigt und kritisch im Hinblick auf ihre kulturelle Codierung hinterfragt.

Sie ist Mitbegründerin der Golden Pixel Cooperative, einer unabhänigigen Künstler_innenkooperative und Plattform aus Wien.
Sie studierte u.a. an der Akademie für Bildende Künste Wien und war bereits auf zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen vertreten. 2010 erhielt Sie den renommierten Birgit Jürgenssen-Preis des Bundeskanzleramtes Österreich.

Donnerstag, 3. Dezember 2015
19 Uhr: Eröffnung
21 Uhr: Präsentation des Werkprozesses
„Energie als Material – Ästhetik der Energie“ mit Künstlergespräch

Freitag, 4. Dezember 2015
16-19 Uhr: Shiatsu-Einzelsitzungen mit Nathalie Koger (auf Spendenbasis)
Anmeldungen gerne per Mail an kunstvereinjahnstrasse@gmail.com

Samstag, 5. Dezember 2015
18 Uhr: Vorstellung der Golden Pixel Cooperative und Screening mit Arbeiten von Iris Blauensteiner, Lydia Nsiah, Simona Obholzer, Christiana Perschon, Marlies Poeschl, Bernhard Staudinger, Kartharina Swoboda

Freitag, 11. Dezember 2015
19-22 Uhr

Freitag, 18. Dezember 2015
19-22 Uhr: Finissage der Ausstellung

Weitere Besichtigungen gerne per mail an kunstvereinjahnstrasse@gmail.com vereinbaren.

www.kunstverein-jahnstrasse.de
www.nathaliekoger.net
www.goldenpixelcoop.com

URSUPPE – eine Installation von Timo Hoheisel und Vera Sebert

12.09.2015-20.09.2015

Titelbild

Das gewohnte Kommunikationssystem bildet die Grundlage für unsere kategorisierende Denkweise. Mit dem Kooperationprojekt URSUPPE entwickeln Timo Hoheisel und Vera Sebert eine Rauminstallation, die dieses Grundgerüst experimentell aufbricht und die Sprache auf eine sinnliche Ebene hebt. Ziel ist ein multisensorisches Erlebnis, das die Wahrnehmung unseres Sprachmediums erweitert und den Ausstellungsraum neu erfahrbar macht.

Die Künstler werden eine mit Wasser befüllte Wanne installieren, die sich von einem in den anderen Raum erstreckt. Durch Schwarzlicht beleuchtet schwimmt fluoreszierende Sprache im Kippmoment zwischen Zeichen und Bild, sowie zwischen visueller und akustischer Ausformung. Ein künstlerischer Dialog, der sich zwischen einer eigens für die Räume kreierten Soundkulisse und dem Sprachmedium entspinnt, vermag unmittelbar die Sinne anzusprechen und sie zu erweitern.

Timo Hoheisel studiert derzeit in der Klasse von Dörte Eißfeldt an der HBK Braunschweig und zeigte seine Werke bereits in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellung, unter anderem im Museum für Photographie Braunschweig. Vera Sebert ist Meisterschülerabsolventin von Thomas Virnich und arbeitet demnächst als Assistenz beim ART VISUALS & POETRY FILM FESTIVAL in Wien. Ihre Arbeiten wurden unter anderem bereits in Braunschweig, Berlin, Magdeburg, Hamburg, Darmstadt und Hannover gezeigt.

Die Vernissage von URSUPPE findet am 11.09.2015 um 19 Uhr statt. Danach ist die Ausstellung an folgenden Tagen und Zeiten geöffnet:

12. und 13.09. jeweils von 14-19 Uhr, 18.09. von 19-22 Uhr, 19.09. von 14-19 Uhr, 20.09. von 10-19 Uhr

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.facebook.com/KunstvereinJahnstrasse

www.verasebert.com

www.timohoheisel.de

Shift Work – Elian Dailly, Louise Georges, Sergio Torres

Shift Work
Elian Dailly | Louise Georges | Sergio Torres
05.06. – 03.07.2015

Shift Work / Schichtarbeit – unter diesem Titel öffnet am Freitag, den 05. Juni 2015 um 19 Uhr der Kunstverein Jahnstrasse e.V. erneut seine Türen.
Den Besucher erwartet eine Installation, die sich im Laufe der vierwöchigen Ausstellung wandeln wird; sie befragt die Weisen künstlerischer Produktion und das Verständnis von Arbeit.
Die drei Künstler aus Mexiko und Frankreich arbeiten in dieser Konstellation erstmalig zusammen, als Material benutzen sie ausschließlich Fundstücke.
Shift: in seiner englischen Bedeutung verweist das Wort auf einen Wechsel, eine Transformation.
Die beiden Ausstellungsräume werden umgestoßen, umgeschrieben, neu gestaltet. Die verwendeten Objekte einer Produktionsgesellschaft, Weggeworfenes und nicht weiter Benötigtes werden umgedeutet.
Ein vitales Spiel mit den Gegebenheiten wird sich so in dieser künstlerischen Kooperation entfalten und lädt zu mehrfachen Besuchen ein.

Öffnungszeiten
Freitags von 19 bis 22 Uhr und gerne nach Vereinbarung:
galerie@kunstverein-jahnstrasse.de
Zusatztermin: Sonntag 21.06., 14 bis 18 Uhr
Weitere Informationen finden Sie unter:

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KOSMOS

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Sascha Herrmann
KOSMOS
09.04.- 09.05.2015

Der Leipziger Künstler Sascha Herrmann beschäftigt sich mit den Möglichkeiten der Repräsentation von meteorologischen Phänomenen. Seine fotografischen, videotechnischen und installativen Arbeiten versuchen die in experimentellen Versuchen erforschten Beobachtungen sichtbar zu machen und zu reproduzieren.
Die verhandelten Inhalte der künstlerischen Untersuchungen kreisen um die Visualisierung von versteckten, ungesehenen oder gar unsichtbaren Phänomenen, aber auch um die Eigenschaft von Fotografie, Gefühle und Erkenntnisse jenseits reiner Darstellung zu evozieren. Es geht also um die Erforschung repräsentativer Grenzen, sowohl sichtbarer, als auch wahrnehmbarer Natur.

Öffnungszeiten
Donnerstags 19 -22 Uhr
Zusatztermin :
Samstag,den 09.05.2015 von 10 bis 13.30 Uhr

www.sascha-herrmann.com

Blut und Zähne

Die Arbeit „Blut und Zähne“ ist das Ergebnis künstlerischer Recherche zu einem Traumbild – der Versuch einen gefühlten Moment sichtbar zu machen und zu teilen.

Blut und Zähne

Die inzwischen in Hamburg lebende Künstlerin Lena Buhrmann hat sich für die Ausstellung im Kunstverein Jahnstraße e.V. mit Gedanken und Erinnerungen aus der Zeit, in der sie in der Jahnstraße wohnte, beschäftigt. Vor Ort setzt sie persönliche Versatzstücke in Verbindung mit dem unmittelbaren Aufbruch in eine neue Zukunft, der sich an vielen Veränderungen im Erscheinungsbild der Jahnstraße ausmachen lässt.
Sie installiert Konstellationen aus projizierten Fragmenten und abstrakten Elementen aus Beton und Gips in einem Wechselspiel zwischen Schwere und Zerbrechlichkeit in den Räumen des Kunstvereins.

Die Ausstellung wir am Donnerstag, den 26. März 2015 um 19 Uhr in Anwesenheit der Künstlerin eröffnet.
Die Ausstellung läuft vom Freitag, den 27. März bis Sonntag, den 29.März 2015 und ist täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet

gegen_über

Ausstellung von Güde Renken in der Galerie des Kunstverein Jahnstraße e.V. vom 29.01.2015 bis 05.03.2015. Vernissage am 29.01.2015 um 19 Uhr

Güde Renken

„Landschaften sind Horizonte.“

Die Braunschweiger Künstlerin Güde Renken beschäftigt sich mit Erinnerung. Ihre abstrakten Malereien erscheinen wie archetypische Landschaften, die – reduziert auf den Horizont und von jeder genauen Örtlichkeit enthoben – unbestimmte, vage Erinnerungen im Betrachter wecken.
Für die Ausstellung „gegen_über“ hat sie dieses Sujet auf extrem großformatige Leinwände übertragen, die durch ihre Präsenz die gesamte Atmosphäre in den Räumen des Kunstverein Jahnstraße verändern. Einander gegenüber treten sie miteinander in Dialog und lassen die Grenzen zur Rauminstallation verschwimmen.

Die Vernissage der Ausstellung findet am 29.01.2015 um 19 Uhr in der Galerie des Kunstverein Jahnstraße (Jahnstraße 8a, 38118 Braunschweig) statt und ist danach bis zum 05.03.2015 jeden Donnerstag ab 19 Uhr geöffnet. Weiterer Besichtigungstermin ist Sonntag, der 08.02.2015 zwischen 14 und 17 Uhr.

ene mene muh

Ausstellung von Katja Aufleger in der Galerie des Kunstverein Jahnstraße e.V. vom 21.11.2014 bis 18.12.2014, Vernissage am 20.11.2014 um 19 Uhr

Explosionsgefahr bei Kontakt mit:
Druck; Erschütterung; Wärme; Ozon; Zündquellen; Reibung; Schlag; Stoß; 
Verbrennung in geschlossenem Raum
[Gefahrenstoffinformation für Nitroglycerin aus GESTIS-Stoffdatenbank – Gefahrenstoffinformationssystem der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung]

Drei mit durchsichtiger Flüssigkeit gefüllte, gläserne Rundkolben hängen dicht nebeneinander von der Decke des Ausstellungsraumes. Würde man eines der äußeren Gefäße aus seiner Ruheposition entfernen und es in einer Pendelbewegung gegen die beiden anderen stoßen lassen, würde sich der Impuls wie bei einem Kugelstoßpendel fortsetzen und das gegenüberliegende Behältnis nach Außen hin abstoßen. In den Kolben befinden sich Schwefelsäure, Glycerin und Salpetersäure – die Bestandteile von Nitroglycerin, einer hochexplosiven, stoßempfindlichen Flüssigkeit.
Verantwortlich für diese sensible Versuchsanordnung ist die Hamburger Künstlerin Katja Aufleger, die mit ihrer Skulptur Newton’s Cradle den Besucher des Kunstverein Jahnstraße zu einer Zerrissenheit zwischen ehrfürchtiger Vorsicht und kindlicher Spielfreude reizt. So trägt die Ausstellung, die vom 21. November bis 18. Dezember 2014 in den Galerieräumen der Jahnstraße 8a laufen wird, den neckenden Titel ene mene muh und verbindet Mechanismen des Spielens mit denkbar fatalsten Folgen – beides rein hypothetisch, versteht sich.

Die Vernissage der Ausstellung findet am 20.11.2014 um 19 Uhr in der Galerie des Kunstverein Jahnstraße (Jahnstraße 8a, 38118 Braunschweig) statt und ist danach bis zum 18.12.2014 jeden Donnerstag ab 19 Uhr geöffnet. Weiterer Besichtigungstermin ist Sonntag, der 30.11.2014 zwischen 14 und 17 Uhr.