Kunstverein Jahnstrasse e.V.

Monat: Juni, 2016

Ausstellung „거울 – Ego“ von ANSO ANSO und Jonas Maaßberg

vom 17.06.2016 bis zum 08.07.2016

geöffnet jeweils freitags von 19 bis 22 Uhr

in der Galerie des Kunstvereins Jahnstrasse e.V. (Jahnstraße 8a, 38118 Braunschweig)

Vernissage am 17.06.2016 um 19 Uhr

Bildschirmfoto 2016-06-08 um 09.04.04

„Sich spiegeln“ bedeutet sowohl sich selbst zu beobachten, aber auch beobachtet zu werden. In Indiwiederum beschäftigt sich ANSO ANSO mit der Entdeckung des Ichs und mit dem Bild einer spezifischen Selbstwahrnehmung durch das Betrachten des eigenen Spiegelbildes.

Die Arbeit Lebendiges Fossil von Jonas Maaßberg betrachtet eine Art der Identität im Rückgriff auf gesammelten Fotografien aus einem anderen Jahrhundert. Der Rückbezug auf das Alte in einem neukonstruierten Raum zeigt die Abhängigkeit von Vergangenheit und Gegenwart.

Die Frage nach Identität steht im Zentrum der Ausstellung
거울 – Ego“. Unterschiedliche Herangehensweisen und Materialien erzeugen eine breitgefächerte Auffassung dieses Begriffs und zeigen die Schwierigkeit auf, das Eigene zu fassen. Das Einsetzen von einerseits natürlichen Materialien wie Wasser und Holz aber auch von Isolierband und Fotografien ist ein Hinweis für das Individuelle einer Identität, eines Ichs. Der Besuchende ist dazu aufgefordert, sich selbst historisch aber auch im Moment wiederzuentdecken. Die Frage „Was ist meine Position im gesellschaftlichen und im ganz persönlichen Leben?“ wird thematisiert.

Als Rahmenprogramm der Vernissage bespielt Eva Klauss das Treppenhaus des Kunstvereins mit einem Projection Mapping. Räumliche Grenzen werden aufgebrochen: Was bleibt, ist eine Illusion.

Christian Schiebe – Die Poesie eines lose gewickelten Knotens

C.Schiebe

Christian Schiebe, o.T., Faserstift auf Papier, 270 x 210 mm, 2015

In der Unmittelbarkeit einer Zeichnung liegt ihr subtiler Reiz. Der Berliner Künstler Christian Schiebe dokumentiert und reflektiert in seiner zweiteiligen Serie „Zeichnungen zur Poesie eines lose gewickelten Knotens“ die flüchtigen Arrangements des Alltags. Für ihn steht das Zeichnen als produktiver Akt der Wahrnehmung dabei im Mittelpunkt : „Die Blätter repräsentieren meinen Zugang zur Welt. Das Spektakel ist für die Arbeit unwesentlich. Eher Rückseiten, ein Knopf oder ein offener Schuh, Flugzeuge, in der Ferne ein Turm und die Fragilität eines Gedankengangs.“

Christian Schiebe (*1985) lebt und arbeitet als bildender Künstler in Berlin. Er studierte Visuelle Kommunikation an den Kunsthochschulen Berlin-Weißensee und Kassel und war Meisterschüler bei Prof. Nanne Meyer. Aktuell arbeitet er u.a. als Lehrbeauftragter an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.