ene mene muh

Ausstellung von Katja Aufleger in der Galerie des Kunstverein Jahnstraße e.V. vom 21.11.2014 bis 18.12.2014, Vernissage am 20.11.2014 um 19 Uhr

Explosionsgefahr bei Kontakt mit:
Druck; Erschütterung; Wärme; Ozon; Zündquellen; Reibung; Schlag; Stoß; 
Verbrennung in geschlossenem Raum
[Gefahrenstoffinformation für Nitroglycerin aus GESTIS-Stoffdatenbank – Gefahrenstoffinformationssystem der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung]

Drei mit durchsichtiger Flüssigkeit gefüllte, gläserne Rundkolben hängen dicht nebeneinander von der Decke des Ausstellungsraumes. Würde man eines der äußeren Gefäße aus seiner Ruheposition entfernen und es in einer Pendelbewegung gegen die beiden anderen stoßen lassen, würde sich der Impuls wie bei einem Kugelstoßpendel fortsetzen und das gegenüberliegende Behältnis nach Außen hin abstoßen. In den Kolben befinden sich Schwefelsäure, Glycerin und Salpetersäure – die Bestandteile von Nitroglycerin, einer hochexplosiven, stoßempfindlichen Flüssigkeit.
Verantwortlich für diese sensible Versuchsanordnung ist die Hamburger Künstlerin Katja Aufleger, die mit ihrer Skulptur Newton’s Cradle den Besucher des Kunstverein Jahnstraße zu einer Zerrissenheit zwischen ehrfürchtiger Vorsicht und kindlicher Spielfreude reizt. So trägt die Ausstellung, die vom 21. November bis 18. Dezember 2014 in den Galerieräumen der Jahnstraße 8a laufen wird, den neckenden Titel ene mene muh und verbindet Mechanismen des Spielens mit denkbar fatalsten Folgen – beides rein hypothetisch, versteht sich.

Die Vernissage der Ausstellung findet am 20.11.2014 um 19 Uhr in der Galerie des Kunstverein Jahnstraße (Jahnstraße 8a, 38118 Braunschweig) statt und ist danach bis zum 18.12.2014 jeden Donnerstag ab 19 Uhr geöffnet. Weiterer Besichtigungstermin ist Sonntag, der 30.11.2014 zwischen 14 und 17 Uhr.

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